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aus 2007
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OFFIZIELLE ERGEBNISLISTE:
Classic Damen
Classic Herren
Sprint Damen
Sprint Herren
Telemark Damen
Telemark Herren
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Das Programm zum Download
Hier das aktuelle Programm zum FIS Weltcup Finale.
Das Weltcup-Plakat zum Download
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Telemark-Weltcup in Deutschland - Die Essenz des Nordischen Sports
Skispringen,
Langlauf und Abfahrt in einem, keine andere Scheesportdisziplin
verbindet so lässig drei skifahrerische Techniken zu einer Wettkampfform
wie der Telemarksport. Vom 16. bis 18. März treffen sich die weltbesten
Telemarker zum Saisonfinale am Oberjoch im Allgäu. Und drei deutsche
Sportler und vor allem Sportlerinnen wollen da ein gehöriges Wörtchen
mitreden.
Die Zweite des letztjährigen Gesamtweltcups, Astrid Sturm,
liegt in dieser Saison vor den abschließenden Rennen am Oberjoch wieder
auf einem aussichtsreichen dritten Platz. Die Gesamtwertung ergibt sich
als Summe aller Ergebnisse in den drei Renndisziplinen, die im FIS
Telemark-Weltcup ausgetragen werden. In den beiden Disziplinen »Classic«
und »Classic Sprint« rangiert Sturm sogar auf dem zweiten Platz der
Gesamtwertung. Im »Riesenslalom«, der dritten FIS-Renndisziplinen, liegt
ihre Teamkollegin Monika Rieder aussichtsreich auf einem hervorragenden
dritten Platz. Im Gesamtweltcup über alle Disziplinen ist Rieder
Fünfte. Und Last but not Least, der Mann im Bunde: Sepp Brunner, im
Gesamtklasssement auf Rang 9 geführt, konnte zuletzt bei den Rennen im
Heimatland des Telemarkens, in Norwegen, mit Top-Platzierungen
aufhorchen lassen. Ganz klar: Sepp will auch beim Heimweltcup im Kampf
um die vorderen Plätze mitmischen.
Zum Weltcupfinale am Oberjoch müssen
die Telemarker noch einmal in allen Disziplinen an den Start. Hier sind
nicht nur Tempo, sondern auch eine gehörige Portion Geschick, eine
optimale Taktik und gute Kondition gefragt.
Beim »Classic«, der
»Nordischen Kombination schlechthin«, ist der ganze Skifahrer gefordert.
Zwischen den Toren eines Riesenslaloms ragt eine Respekt einflößende
Schanze hervor. Am »Kicker« heißt es für die Telemark-Renner, auf
Weitenjagd zu gehen. Wer eine Weitenlinie nicht überspringt, handelt
sich hier gleich eine empfindliche Zeitstrafe ein. Sprünge von 30 bis 40
Metern sind hier zu bestaunen, die natürlich im im Telemarkstil
gelandet werden müssen, um einer weiteren Strafe zu entgehen – ganz wie
beim Skispringen. »Das Niveau im Weltcup ist jedoch mittlerweile so
hoch«, erklärt DSV-Telemarkreferent Chris Leicht, »dass hier in den
seltensten Fällen noch Penalties ausgesprochen werden müssen, weder für
ein Nichterreichen der Soll-Weite noch für eine nicht regelkonforme
Landung«. Und das, obwohl zum Vorbereiten des Sprungs genauso wenig Zeit
bleibt wie zur Landung. Schließlich läuft die Uhr auch an der
Skisprungschanze mit und das nächste Tor muss in direkter Kampf-Linie
angefahren werden.
Richtig rund geht's dann aber erst zum Ende des
Torlaufs. Wo die Alpinrenner bereits Zielflaggen und jubelnde Zuschauer
erwarten, werfen sich die Telemarker im »Classic« in eine 360
Grad-Steilwandkurve. Der »Kreisel«, bremst die Abfahrer auf
Langlauftempo herunter, wogegen sich die Rennläufer versuchen mit viel
Mut und Geschick zu wehren. Hier erwarten die Zuschauer waghalsige
Wendemanöver. Neben dem Sprung ist der 360er wohl das spektakulärste
Element des »Classic«-Wettkampfes.
Denn nur wer mit gutem Schwung aus
dem Kreisel kommt, macht auch beim Skating wertvolle Sekunden gut. Nun
heißt es nur noch anschieben. Im Sprint-Tempo geht's in Richtung Ziel.
Hier zählen die langläuferischen Fähigkeiten, an denen nicht nur im
deutschen Team mit einem eigenen Skating-Trainer akribisch gefeilt wird.
Die Disziplin »Classic« verlangt von den Sportlern zudem bei Laufzeiten
von über zwei Minuten eine Top-Kondition ab. Während bei dieser
Wettkampfform der Sieger oder die Siegerin in einem Lauf ermittelt
werden, müssen die Sportler bei der Variante »Classic Sprint« zwei mal
an den Start – jedoch mit kürzeren Laufzeiten von ein bis eineinhalb
Minuten pro Durchgang.
Die dritte Disziplin, die im Rahmen des
Telemark-Weltcups ausgetragen wird, ist der Riesenslalom. Dieser wird im
Prinzip wie ein alpiner Torlauf ausgetragen. Was jedoch bleibt, ist die
Schanze mit Weitenlinie und Landung im Telemarkstil. Hier fehlt im
Vergleich zu »Classic« und »Classic Sprint« einfach der Kreisel und die
Skating-Strecke. Wie im alpinen Weltcup sind hier ebenfalls zwei Läufe
zu bewältigen.
Vom 16. bis 18. März beschließen die Sportler ihre
Saison mit einem »Classic Sprint« am Freitag, dem Riesenslalom am
Samstag und der Königsdisziplin, dem »Classic« am Sonntag. Astrid Sturm
will dann »die Norweger vom Podest kicken«. Und ihre Chancen stehen gut,
denn bereits im letzten Jahr drang die Leipzigerin in die Phalanx der
favorisierten Damen aus dem Mutterland des Sports ein und musste sich in
der Gesamtwertung am Ende nur einer der starken Norwegerinnen, Katinka
Knudsen, geschlagen geben.
Das Weltcup-Finale am Oberjoch verspricht
eine Menge Spannung. Drei deutsche Athleten und Athletinnen kämpfen um
die Podestplätze mit. Und auch die Endabrechnung der Saison wird nicht
ohne die deutschen Telemarkerinnen und Telemarker gemacht. Sepp Brunner
erwartet einen reibungslosen Ablauf der Rennen, viele Zuschauer, die ihn
kräftig anfeuern und »gute Plazierungen für mich!«.
Was ihm und seinen
Teamkolleginnen sicherlich gelingen wird, ist den Zuschauern die
Faszination einer ebenso traditionellen wie rasanten Sportart näher zu
bringen. Telemarkrennen sprengen die Vorstellung vom Skirennsport und
rufen eine Tugend hervor, die bei vielen Spezialisten im Skirennlauf in
Vergessenheit geraten ist: Vielseitigkeit. Beim Telemarken gewinnen die
wahren Alleskönner.
»Wir vereinen die inzwischen getrennten Sportarten
wieder, so wie die ersten Skirennen im 19. Jahrhundert auch
stattgefunden haben: ein Skisprung, ein Torlauf und eine
Langlaufstrecke«, fasst Monika Rieder zusammen. »Gerade diese
Kombination macht den Sport für uns Athleten, aber auch für Zuschauer,
sehr interessant«. Grund genug, die Telemarker vor Ort anzufeuern. Alle
wichtigen Infos auch zu Unterkünften in Bad Hindelang gibt es auf der
Weltcup-Homepage unter www.telemarkweltcup.de.