


Liebe Vertreter der Presse!
Wir informieren Sie auf dieser Seite mit aktuellen Artikeln zum FIS Skiweltcup Telemarkin Bad Hindelang/Oberjoch.
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Stefan Schwarzbach
DSV Pressesprecher
E-Mail: stefan.schwarzbach@ski-online.de
Artikelbeispiel:
Telemark-Weltcup in Deutschland - Die Essenz des Nordischen Sports
Skispringen,
Langlauf und Abfahrt in einem, keine andere Scheesportdisziplin
verbindet so lässig
drei skifahrerische Techniken zu einer Wettkampfform
wie der Telemarksport. Vom 12. bis 13. Januar treffen sich die weltbesten
Telemarker zum Saisonauftakt am Oberjoch im Allgäu.
Zum Weltcupstart am Oberjoch müssen
die Telemarker in den Disziplinen Riesenslalom und Sprint Classic an den Start. Hier sind
nicht nur Tempo, sondern auch eine gehörige Portion Geschick, eine
optimale Taktik und gute Kondition gefragt.
Beim »Sprint Classic«, der
»Nordischen Kombination schlechthin«, ist der ganze Skifahrer gefordert.
Zwischen den Toren eines Riesenslaloms ragt eine Respekt einflößende
Schanze hervor. Am »Kicker« heißt es für die Telemark-Renner, auf
Weitenjagd zu gehen. Wer eine Weitenlinie nicht überspringt, handelt
sich hier gleich eine empfindliche Zeitstrafe ein. Sprünge von 30 bis 40
Metern sind hier zu bestaunen, die natürlich im im Telemarkstil
gelandet werden müssen, um einer weiteren Strafe zu entgehen – ganz wie
beim Skispringen. »Das Niveau im Weltcup ist jedoch mittlerweile so
hoch«, erklärt DSV-Telemarkreferent Chris Leicht, »dass hier in den
seltensten Fällen noch Penalties ausgesprochen werden müssen, weder für
ein Nichterreichen der Soll-Weite noch für eine nicht regelkonforme
Landung«. Und das, obwohl zum Vorbereiten des Sprungs genauso wenig Zeit
bleibt wie zur Landung. Schließlich läuft die Uhr auch an der
Skisprungschanze mit und das nächste Tor muss in direkter Kampf-Linie
angefahren werden.
Richtig rund geht's dann aber erst zum Ende des
Torlaufs. Wo die Alpinrenner bereits Zielflaggen und jubelnde Zuschauer
erwarten, werfen sich die Telemarker im »Classic« in eine 360
Grad-Steilwandkurve. Der »Kreisel«, bremst die Abfahrer auf
Langlauftempo herunter, wogegen sich die Rennläufer versuchen mit viel
Mut und Geschick zu wehren. Hier erwarten die Zuschauer waghalsige
Wendemanöver. Neben dem Sprung ist der 360er wohl das spektakulärste
Element des »Sprint Classic«-Wettkampfes.
Denn nur wer mit gutem Schwung aus
dem Kreisel kommt, macht auch beim Skating wertvolle Sekunden gut. Nun
heißt es nur noch anschieben. Im Sprint-Tempo geht's in Richtung Ziel.
Hier zählen die langläuferischen Fähigkeiten, an denen nicht nur im
deutschen Team mit einem eigenen Skating-Trainer akribisch gefeilt wird. Die Sportler müssen beim »Sprint Classic« zwei mal
an den Start.
Die zweite Disziplin, die im Rahmen des
Telemark-Weltcups ausgetragen wird, ist der Riesenslalom. Dieser wird im
Prinzip wie ein alpiner Torlauf ausgetragen. Was jedoch bleibt, ist die
Schanze mit Weitenlinie und Landung im Telemarkstil. Hier fehlt im
Vergleich zu »Classic« und »Classic Sprint« einfach der Kreisel und die
Skating-Strecke. Wie im alpinen Weltcup sind hier ebenfalls zwei Läufe
zu bewältigen.
Vom 12. bis 13. Januar beginnen die Sportler ihre
Saison in den WM-Winter. Benedikt Holzmann will dann »die Norweger vom Podest kicken«. Und seine Chancen stehen gut,
denn bereits in den Trainings hat der Oberstdorfer auf sich aufmerksam gemacht und hervorragende Zeiten erzielt. So hoffen die Verantwortlichen und die Fans, dass Holzmann und Co in die Phalanx der
favorisierten Sportler aus dem Mutterland des Sports einbrechen und ein Wörtchen um den Sieg mitreden können. Drei deutsche Athleten und Athletinnen kämpfen um
die Podestplätze mit. Die Endabrechnung der Saison soll nicht
ohne die deutschen Telemarkerinnen und Telemarker gemacht werden. Lokalmatador Jonas Schmid erwartet einen reibungslosen Ablauf der Rennen, viele Zuschauer, die ihn
kräftig anfeuern und »gute Plazierungen für mich!«.
Was ihm und seinen
Teamkolleginnen sicherlich gelingen wird, ist den Zuschauern die
Faszination einer ebenso traditionellen wie rasanten Sportart näher zu
bringen. Telemarkrennen sprengen die Vorstellung vom Skirennsport und
rufen eine Tugend hervor, die bei vielen Spezialisten im Skirennlauf in
Vergessenheit geraten ist: Vielseitigkeit. Beim Telemarken gewinnen die
wahren Alleskönner.
»Wir vereinen die inzwischen getrennten Sportarten
wieder, so wie die ersten Skirennen im 19. Jahrhundert auch
stattgefunden haben: ein Skisprung, ein Torlauf und eine
Langlaufstrecke«, fasst Monika Rieder zusammen. »Gerade diese
Kombination macht den Sport für uns Athleten, aber auch für Zuschauer,
sehr interessant«. Grund genug, die Telemarker vor Ort anzufeuern. Alle
wichtigen Infos auch zu Unterkünften in Bad Hindelang gibt es auf der
Weltcup-Homepage unter www.telemarkweltcup.de.